Astrologie: Geschichte

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Astrologie: Geschichte

Die Astrologie spielte in nahezu jeder Hochkultur eine bedeutende Rolle. Besonders erwähnenswert ist die chinesische Astrologie, und die indische, arabische, indianische und keltische Astrologie. In jeweils unterschiedlicher Weise wurden Horoskope, Sternzeichen, Tierkreiszeichen, Häuser und Felder gebildet und gedeutet.

Geschichte des Horoskops

Auf unserer Seite Astrologie – Lehre von Raum und Zeit haben wir bereits einiges über die Astrologie erklärt. Hier geht es nun darum, einen kurzen Abriss über die Geschichte der Astrologie zu geben und wie sie in anderen Kulturen betrieben wird.

Wichtig ist es zu verstehen, dass die Astrologie nicht auf religiösem Glauben, sondern vielmehr auf Logik beruht. Sie ist eine quasi wissenschaftliche Deutungskunst, die aus den Positionen der Planeten am Himmel zur Geburtszeit und am Ort der Geburt den Charakter eines Menschen ableitet.

Astrologen

Schon in der Antike konsultierten Könige und militärische Führer überall auf der Welt Astrologen, bevor sie wichtige Entscheidungen trafen. Ärzte und Gelehrte nutzten das Wissen der Astrologie in den verschiedensten Bereichen, wobei sie ihr Wissen im Laufe der Jahrhunderte vergrößerten, indem sie Werke aus anderen, fernen Ländern übersetzten und sich zu Nutze machten. Nahezu alle großen Zivilisationen inklusive der Mayas und Azteken entwickelten ihre eigene einzigartige Form der Astrologie.

Seit der Renaissance wird die Astrologie kritisiert, weil sie anscheinend wissenschaftliche Fehler begeht: Sie ist geozentrisch, stellt in ihrer (ihr durchaus) bewussten Sichtweise die Erde in den Mittelpunkt und lässt alle Planeten inklusive Sonne und Mond sich um diese herum bewegen. Das Argument für diese Art der Betrachtung ist, dass die Astrologie die Geschehnisse am Himmel so nimmt, wie sie uns erscheinen und diese Erscheinungen dann deutet. Nichtsdestotrotz ist die Astrologie die Mutter der Astronomie, denn sie existierte zuerst.

Die ältesten bekannten schriftlichen Aufzeichnungen über die Beobachtung von Sternen und deren astrologische Deutung findet man in Indien und China und vor allem im alten Sumer: Geschichte der Astrologie auf arte (youtube).

Chinesische Astrologie

Chinesische Astrologie wird auch der Kreis der Tiere genannt. Im Jahre 2637 v. Chr. führte der Kaiser Huang Ti den noch heute geltenden Mondkalender ein, der die Zeitalter in 60 Jahre dauernde Zyklen unterteilt. In diesem gibt es die zwölf chinesischen Sternzeichen…

Indische Astrologie

Es existieren Dokumente, die zeigen, dass die astrologische Praxis in Indien auf die Veden zurückgeht. Siehe dazu unsere Seiten zum indischen Horoskop und zu den indischen Sternzeichen. Die Veden sind die wichtigste Quelle des hinduistischen Religionswissen und wurden 1500 v. Chr. schriftlich fixiert…

Arabische Astrologie

Die arabische Astrologie ist stark von den Babyloniern und Chaldäern beeinflusst worden. Hier finden wir wieder den tropischen Tierkreis und als besonders zu erwähnende Methode wird der aus der Position des Aszendenten abgeleitete Glückspunkt berechnet. Inzwischen sind 143 arabische Punkte bekannt, die aus bestimmten Gleichungen errechnet werden und Aussagen in verschiedensten Lebensbereichen ermöglichen.

Indianische Astrologie

Wie nahezu alle bekannten Hochkulturen entwickelten auch die Indianer in Nordamerika ein spezielles System der Astrologie. Siehe dazu unsere Seite indianisches Horoskop. Die dahinter stehende Philosophie ist aus der starken Verbundenheit mit der sie umgebenden und nährenden Natur zu verstehen. Auch bei ihnen gibt es zwölf indianische Sternzeichen, auch Tierkreiszeichen oder Totems genannt…

Keltische Astrologie

Die keltische Astrologie ist auch als Keltischer Baumkreis bekannt. Dieser bezieht sich auf den Zyklus des Mondes. Zum Zeitpunkt der Geburt wird anhand des Mondkalenders und der Jahreszeit ein Baum zugeordnet. Es werden 13 Baum-Zeichen definiert. Siehe dazu unsere Seite keltische Sternzeichen. Dessen Eigenschaften korrespondieren mit dem Geborenen…

Die westliche Astrologie

Die Griechen und die Römer nahmen das astrologische und astronomische Wissen der Ägypter und der Araber auf, und wandten es auf ihre eigenen Mythen und religiösen Lehren an. Viele bedeutende Philosophen (Platon, Aristoteles) haben die Bedeutung der Astrologie herausgestellt, es war aber vor allem der ägyptische Astrologe und Geograph Claudius Ptolemäus, der das gesammelte Wissen dokumentiert und zusammengefasst hat. Er hat das Grundgebäude der astrologischen Lehre errichtet und Jahrhunderte lang bezogen sich die Astrologen darauf.

Medizinische Astrologie

In der Renaissance wurde die Astrologie vor allem durch die Kirche („schwarze Kunst“) in Mitleidenschaft gezogen. Wer sie ausübte, wurde verfolgt. Im Zeitalter der Aufklärung wurde nach rationalen Erklärungen (Naturwissenschaften) gesucht. Nichtsdestotrotz wurden Astrologen weiterhin von Königen und Fürsten befragt. Er entstand eine medizinische Astrologie und Ende des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Sterntabellen (Ephemeriden) herausgegeben.

Theosophie

Auch wenn die gesellschaftliche, wissenschaftliche und staatliche Anerkennung der Astrologie immer mehr schwand (der letzte Lehrstuhl für Astrologie wurde um die Jahrhundertwende abgeschafft), ist doch ihre Popularität ungebrochen. Die Theosophische Gesellschaft um Madame Blavatsky (1875 gegründet) hielt das Wissen um die Astrologie im Bewusstsein ihrer Schüler.

Esoterik und Astrologie

Seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hat es mit der zunehmenden Popularität der Esoterik und dem Interesse an der Philosophie Indiens und des Ostens auch ein vermehrtes Interesse an der Astrologie gegeben. Vor allem Schriften aus den USA und Großbritannien belebten den Markt. Psychologische und spirituelle Einflüsse haben die zeitgenössische Astrologie beeinflusst.

Aszendent in der Astrologie

Heutzutage verwenden die meisten modernen nordamerikanischen und europäischen Astrologen das geozentrische System (die Erde als Standpunkt der Betrachtung im Mittelpunkt) und den tropischen Tierkreis als Grundlage aller Berechnungen der Position der Sonne, des Mondes, der Planeten und anderer Himmelskörper (Chiron, Asteroiden). Siehe dazu unsere Seite zur Sternzeichen Verschiebung. In der Regel wird des Weiteren ein Häusersystem mit dem Aszendenten genutzt.

Das Geburtshoroskop

Die Geburtsastrologie beschäftigt sich mit dem ganzen Menschen, mit seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten und Schwächen, seinen Beziehungen, seiner Familie, dem Beruf, möglichen Krankheiten und seinem Weg zu einem sinnvollen Leben. Dafür nutzt man das Geburtshoroskop, auch Radixhoroskop oder Radix genannt. Es wird auf die genaue Geburtszeit und den Geburtsort berechnet und dann gedeutet.

Das Partnerhoroskop

Mit dem Vergleich zweier Horoskope (Synastrie) werden zwei Horoskope verglichen. das Partnerhoroskop und im Speziellen das Liebeshoroskop werden dann interpretiert.

Astrologische Prognose

Mit der astrologischen Prognose kann eine bestimmte Zeitphase in der Zukunft gedeutet werden. Das übliche Jahreshoroskop (auch Solar) deutet die Konstellationen für ein bestimmtes Jahr. Siehe dazu unsere Seiten Horoskop 2012 und Horoskop 2013. Hier werden die Ereignisse vorausgesagt, die den Horoskopeigner während des kommenden Jahres beeinflussen können.

Stundenastrologie

Mit Hilfe der Stundenastrologie wird versucht, bestimmte Fragen zu beantworten, indem man das Horoskop auf den Zeitpunkt erstellt, in dem die Frage gestellt wurde. In der Elektionsastrologie wird versucht, für ein bevorstehendes Ereignis den bestmöglichen Zeitpunkt zu bestimmen.

Astrologie Psychosomatik

Es gibt Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele (Gefühl). Die so genannte Psychosomatik untersucht diese Zusammenhänge. Das Horoskop kann wertvolle Hinweise dazu liefern, in welchem Bereich des Körpers Problem zu erwarten sein könnten. Die medizinische Astrologie war früher weit verbreitet.

Mundan-Astrologie

Mundanastrologie ist politische Astrologie. Sie berechnet die Horoskope von Staaten und Ländern und befasst sich mit weltlichen, politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten.

Spirituelle Astrologie

In der spirituellen Astrologie wird versucht, dem Leben einen tieferen Sinn zu verleihen. In ihr werden auch oft vergangene Leben, sowie Religion und Philosophie mit eingebracht.

Resümee

Die Astrologie ist nun annähernd 5000 Jahre alt. Aus ihr sind die Astronomie und alle Wissenschaften hervorgegangen, auch wenn diese davon nichts mehr wissen wollen. Die Astrologie hat einen verschlungenen und nicht immer einfachen Weg hinter sich, kann aber heutzutage nicht mehr weggedacht werden. Auch wenn Visionäre wie Carl Gustav Jung nicht Recht behalten haben („die Astrologie klopft wieder an die Tore der Universitäten“), so erstaunt sie immer wieder durch ihre präzisen Voraussagen und ihrer Fähigkeit dem Menschen zu helfen, sich selber besser zu verstehen.



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Die Wochentage in der Astrologie

Die Zuordnung der Wochentage zu den Planeten, im deutschen, im keltischen, in Latein, im englischen, im französischen und ihre Bedeutung.

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Sternzeichen Verschiebung: liegt an der Präzession, es gibt kein dreizehntes und keine "wahren" Sternzeichen. Das sind die Sternbilder, es sind und bleiben 12 Sternzeichen im Tierkreis.

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Indisches Horoskop: Vedische Astrologie und die 12 indischen Sternzeichen: Mesha, Vrishaba, Mithuna, Kataka, Simha, Kanya, Thula, Vrishika, Danur, Makara, Kumdha und Meena.

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