Astrologie: Lehre von Raum und Zeit

Lehre 

Astrologie: Lehre von Raum und Zeit

Astrologie kann mehr als ein Orakel, oder eine Methode, sich und sein Sternzeichen besser kennenzulernen. Die Beschäftigung mit der Astrologie kann dem Leben einen tieferen Sinn verleihen. Um diesen ergründen zu können, werfen wir einen Blick auf unsere kosmische Heimat, die Erde, den Mond und das Sonnensystem.

RaumZeit

Astrologie ist die Lehre vom Sinn, der in den Sternen liegt. Jeder von uns hat bereits unzählige Male den Sternenhimmel betrachtet. Wenn wir in diesen schauen, dann blicken wir in den nahezu unbegrenzten Raum, denn die Entfernung, aus der uns das Licht der Sterne erreicht, ist unvorstellbar groß. Da selbst das Licht, das von einem Stern ausging, unvorstellbar lange Zeit braucht, bis es uns erreicht, kann es sogar sein, dass dieser mittlerweile schon gar nicht mehr existiert. Somit schauen wir sowohl in die Zeit bzw. in die Vergangenheit, als auch in den Raum, wenn wir den Sternenhimmel betrachten.. Eigentlich nehmen wir also RaumZeit wahr.

Der Planet Erde, auf dem wir leben, befindet sich ebenfalls in dieser RaumZeit. Vielen von uns ist dabei nicht bewusst, dass wir uns tatsächlich auf einer Kugel befinden, die sich mit beträchtlicher Geschwindigkeit durch das Weltall bewegt. Letztlich sind wir damit Bewohner eines Raumschiffs.

Weitere historische Hintergründe können Sie in dem Video Was die Welt im Innersten zusammenhält (youtube) betrachten.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=gpaWwX8egDo

Das Sonnensystem

Aber wir Menschen und unser Raumschiff „die Erde“ sind nicht isoliert, sondern wir sind Teil einesSystems. Unser System, unsere „Heimat“ ist das Sonnensystem. Das Zentrum ist wie es der Name schon sagt die Sonne. Die Sonne ist auch ein Stern (Zitat Dane Rudhyar) und gehört damit zur Familie der Sterne, die wiederum in Galaxien organisiert sind. „Unsere“ Galaxie ist die so genannte Milchstraße.

Aufgrund ihrer enormen Größe und der damit verbundenen Masse bindet die Sonne ihre Trabanten, die Planeten, auch noch in großer Entfernung an sich, so dass sich diese in mehr oder weniger gleichförmigen Umlaufbahnen um sie herum bewegen.

Die Erde ist von der Sonne aus gesehen der dritte Planet. Zwischen Erde und Sonne befinden sich zwei weitere Planeten, Merkur und Venus. Die von der Sonne aus gesehen richtige Reihenfolge ist Sonne, Merkur, Venus, Erde. Als nächster Planet von der Erde aus gesehen kommt der Mars und hinter ihm liegt der so genannte Asteroidengürtel. Hier befinden sich zahllose Asteroiden, von denen der größte Ceres ist.

Jenseits des Asteroidengürtels folgen die großen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Jenseits des Neptun kommt wiederum ein Bereich, der sich aus vielen kleineren Körpern zusammensetzt. Der nach seinem Entdecker genannte Kuipergürtel erhält mit Pluto den größten Körper. Pluto wurde lange als Planet jenseits von Neptun verstanden, ist aber 2006 zum Planetoiden (kleiner Planet) herab gestuft worden. Auf jeden Fall führt uns der Kuipergürtel in den Bereich jenseits des Bekannten ins Unbekannte und damit auch aus unserem Sonnensystem heraus.

Trabanten

So wie wir die Planeten unseres Sonnensystems als Trabanten der Sonne bezeichnen können, so haben viele Planeten ihrerseits Trabanten. Die Erde hat davon nur einen, den uns sehr bekannten Mond.

Wenn wir unseren Blick an den Himmel richten, dann sehen wir die vielen Sterne. Wir sehen Planeten und eventuell den Mond. Damit sind auch bereits die meisten Faktoren angesprochen, die in der Astrologie Verwendung finden.

Wir können erkennen, dass sich im Universum Einheiten in Systemen zusammenfinden, welche wiederum Einheiten in größeren umfassenderen Systemen bilden. Wie es Ken Wilber in seiner bahnbrechenden Theorie über die so genannten „Holons“ formuliert hat, sind es tatsächlich immer wahre Einheiten, die sich in Systemen ordnen. Dieses scheint eines der Ordnungsmerkmale unseres Universums zu sein.

Das gesamte Bild

Wir leben auf einem Planeten, der einen Mond besitzt, der sich um die Sonne bewegt und der sich zusammen mit den anderen Planeten des Sonnensystems in einer bestimmten Ordnung befindet. Da sich alle Planeten ständig bewegen, verändert sich demgemäß auch ständig das Gefüge im Sonnensystem. In unserem Universum steht alles in Relation zu allem. In dem so genannten Analogie-Gesetz werden diese nicht kausal miteinander verknüpften Elemente in eine Verbindung zueinander gebracht. Der sagenhafte Weise Hermes Trismegitos hat es vor formuliert: „Das was oben ist, entspricht dem, was unten ist und das was unten ist, entspricht dem, was oben ist.“ Oder kürzer formuliert: Wie oben so unten. Damit ist natürlich kein Naturgesetz im wissenschaftlichen Sinn zum Ausdruck gebracht. Es geht um etwas anderes. Die jeweiligen Konstellationen dieses Sonnensystems bezogen auf den Standort der Betrachtung ergeben einen Sinnzusammenhang für den Beobachter.

Da wir auf der Erde leben, ist es für uns normal und logisch, dass wir die uns umgebende Welt aus unserem Blickwinkel heraus betrachten (geozentrische Betrachtung). Erst die Entwicklung der angeblich objektiven Wissenschaft machte es zumindest theoretisch möglich, einen frei schwebenden Blick auf die Welt einzunehmen. So können wir natürlich theoretisch auch aus dem Blickwinkel der Sonne auf das Sonnensystem und die Erde schauen (heliozentrische Betrachtung).

Unser Planet

Um ein klares Bild davon zu bekommen, wo wir uns in Zeit und Raum befinden, entwickeln wir ein inneres Bild, eine Vorstellung von der Erde als Kugel im Raum. Wir beobachten, dass die Erde zwei ganz grundsätzliche Bewegungen ausführt. Sie dreht sich um sich selbst und sie bewegt sich um die Sonne als dem Zentralgestirn.

Da im Universum nichts je still steht, gibt es viele weitere Bewegungen, an denen auch die Erde teil hat. Wie wir inzwischen wissen bewegen sich auch die Galaxien und vieles deutet darauf hin, dass sich sogar das Universum selbst ausdehnt.

Eine weitere Bewegung der Erde ist das leichte Pendeln ihrer senkrechten Achse (Erdachse). Diese verschiebt sich im Zeitverlauf, wodurch sich ihre Ausrichtung rückläufig durch den Tierkreis bewegt. Aus dieser Bewegung werden die Weltzeitalter und das platonische Jahr abgeleitet. Das platonische Jahr, auch das „Große Jahr“ oder „Weltjahr“ genannt, ergibt sich aus dem Zyklus der Präzession mit einer Periode von ca. 25.700 Jahren.  So befindet sich die Achse schätzungsweise zur Zeit am Anfang des Zeichens Wassermann. Von daher spricht man auch vom Wassermannzeitalter, ein Begriff, der inzwischen ein Synonym für alle möglichen Entwicklungen geworden ist.